Steffen Maria Ost • 6. September 2026

TI AMO ALLA GRANDE oder der Stier

Wo Kunst sich wiederfindet – zwischen Hügeln und Aufbruch

Manche Kunstwerke finden ihren Platz nicht dort, wo sie entstanden sind. Sie gehen auf Reisen, begegnen neuen Menschen und beginnen in einer anderen Umgebung noch einmal neu zu wirken.


Dieses Werk entstand 2020 in meinem Sommeratelier in Castiglion Fiorentino, zwischen Arezzo und Cortona in der Toskana. Auf den ersten Blick erinnert es an eine abstrakte Landschaft: kräftige Rot- und Grüntöne, übereinanderliegende Farbflächen und eine bewusst strukturierte Oberfläche bestimmen den Charakter des Bildes.


Die Tiefe entstand durch unterschiedliche Techniken und Materialien – durch Spachtelarbeit, Schichtungen, Pinsel und schwarzen Wachsstift. Im unteren Bereich verdichten sich leuchtend rote Elemente, die an die Mohnfelder der Toskana erinnern. Darüber entwickeln sich Hügel und Berge unter einem blauen Himmel.


Die Arbeit könnte in ihrer landschaftlichen Abstraktion beinahe an Werke des schwedischen Künstlers Ragnar Johansson (1913–1997) erinnern. Tatsächlich stammt sie jedoch aus meinem eigenen Schaffen und verbindet Erinnerung, Landschaft und freie Interpretation miteinander.


Fünf Jahre nach ihrer Entstehung erhielt das Werk noch einmal einen neuen Rahmen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.


Am 27. November 2025 wurde es gerahmt und mit großer Freude an Yolanda, alias Adele, übergeben.

Heute befindet sich das Bild in der inneren Schweiz und hat damit einen neuen Ort gefunden, an dem es betrachtet, erlebt und Teil eines ganz persönlichen Lebensraumes werden darf.


Kunst erfindet sich immer wieder neu – nicht nur im Atelier, sondern auch an den Orten, an denen sie später weiterlebt.


Liebe Adele, ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Freude beim Betrachten dieses Werkes.


Mit herzlichen Grüßen
Steffen Maria Ost


Galerie Ost

Eindrücke anderer Art.

von Steffen Maria Ost • 28. September 2026
01. Oktober 2026 - 31. Dezember 2027
von Steffen Maria Ost • 28. September 2026
Einige Eindrücke konnten Sie bereits in meinen letzten Beiträgen sehen. Die Galerie verändert sich beinahe täglich: Kunstwerke finden ihren Platz, Räume werden eingerichtet, Licht und Präsentation abgestimmt und Schritt für Schritt entsteht die Atmosphäre, die ich mir für die kommenden Veranstaltungen vorgestellt habe. Auch die Vorbereitungen für unseren Tag der offenen Tür am 17. Oktober 2026 laufen bereits. Ab 12 Uhr heißt es dann: Kunst · Kaffee · Wein – und natürlich viel Zeit für Begegnungen, Gespräche und einen persönlichen Blick hinter die Kulissen der Galerie Ost. Ein weiterer Höhepunkt folgt am Freitag, 13. November 2026: die Lange Nacht der Literatur. Für diesen Abend habe ich Ihnen auch eine KI-Visualisierung unseres geplanten Bestuhlungsplans beigefügt. Natürlich nimmt uns künstliche Intelligenz die eigentliche Arbeit nicht ab – aber sie kann wunderbar dabei helfen, schon heute sichtbar zu machen, wie der Raum an diesem besonderen Abend einmal wirken könnte. 
von Steffen Maria Ost • 28. September 2026
Jetzt beginnt der nächste wichtige Abschnitt: auspacken, sichten, auswählen, hängen, verändern, wieder abhängen und neu zusammensetzen. Nach und nach entsteht aus den einzelnen Arbeiten eine Ausstellung, in der jedes Werk seinen richtigen Platz finden soll.
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Zwischen Kuratieren und neuen Ideen
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Die Reise ist zu Ende - die Kunstreise geht weiter
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Rückblick 1996 – „Mann mit Hut“ Ein frühes Werk, ein Presseartikel und 30 Jahre künstlerische Entwicklung Manchmal genügt ein Blick in das eigene Archiv, und plötzlich steht ein Stück der eigenen Geschichte wieder unmittelbar vor einem.
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Gemälde, die hier entstanden sind, die über Wochen und Monate Teil meines täglichen Lebens waren, verlassen nun ihren Entstehungsort.
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Es gibt einen Moment am Ende eines Sommers, an dem sich ein Atelier verändert.
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